Koran – Das größte Wunder des Propheten (1/2)

Der Segensreiche Qur’an (arab., die Lesung) ist das Wort Gottes, des Einzigen, des Schöpfers der Himmel und der Erde. Der Prophet Muhammed (saw) ist der Gesandte Gottes, der die Worte Gottes den Menschen weitergeleitet hat. Er ist das Medium, wodurch Gott uns seine Gebote und Verbote offenbart hat. Der Qur’an beinhaltet kein einziges persönliches Wort des Gesandten. Jeder Vers des Gnadenreichen Qur’an ist göttlichen Ursprungs. Nichtmuslime sehen das natürlich ganz anders. Ihrer Meinung nach ist der Autor des Qur’an der Prophet Muhammed (saw). In vielen Büchern, Texten oder Vorträgen liest und hört man solche Bemerkungen.

Der erste Grund

Worte, Stil und Inhalt des Qur’an sind unnachahmlich. Der Allmächtige Gott (Allah) ruft im Gnadenreichen Qur’an alle ungläubigen Menschen und die Dschinn (Geister) auf, den Qur’an zu imitieren.

Dann sagt er aber auch, dass das ein unmögliches Unterfangen ist:

Sprich: „Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn verei­nigten, um etwas Gleiches wie diesen Qur’an her­vorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden“ (Quran, Sure 17, Vers 88).

Gott erleichtert die Aufgabe der Ungläubigen, indem er „nur“ eine Sure als Aufgabe stellt

(Quran, Sure 2, Vers 23-24).

Diese göttliche Herausforderung gilt noch heute bis zum Jüngsten Tag. Arabische Philologen können die einzigartige Sprache des Qur’an weder als Prosa noch als Lyrik einordnen. Als einzige Sprache kennt das Arabische somit drei Textgattungen: Prosa, Lyrik und Qur’an al-Karim.

Worte, Stil und Inhalt sind unnachahmlich, übermenschlich. Dichter des Morgenlandes kamen in der frühislamischen Zeit auf Jahrmärkten zusammen, um ihre Gedichte vorzutragen. Die morgenländische Dichtkunst ist reich und weltberühmt. Zum Beispiel ließ sich Johann Wolfgang v. Goethe von den Gedichten des persischen Dichters Hafiz inspirieren. Sein Werk „West-östlicher Diwan“ beinhaltet nur morgenländische, somit auch islamische Themen.

Auf diesen Jahrmärkten hörten diese Dichter diese neuartigen Verse und waren erstaunt. Viele dieser Dichter traten zum Islam über.

Einer sogar warf sich nieder als er einen Teil eines Qur’anverses hörte. Als man ihn fragte, ob er übergetreten sei, antwortete dieser:

Nein, ich bin nicht zum Islam konvertiert; ich zolle der Schönheit dieses Verses Respekt“ (Said Nursi, Sözler, s. 341, Yeni Asya Verlag, Köln 1993).

Da bleibt nur zu sagen: den wahren Wert eines Diamanten erkennt nur der Juwelier.

Aber man muß nicht arabisch können, um die Schönheit des Qur’an zu erkennen. Auch die Übersetzung, die selbstverständlich nicht annähernd die Schönheit des Originaltons wiedergeben kann, hinterlässt bei Literaten einen tiefen Eindruck.

Zum Beispiel fand man in Leo Tolstois Jackentasche nach seinem Tod eine Übersetzung des Qur’an und der adlige Dichter Goethe lobt den Stil des Qur’an mit den Worten: „Der Stil des Qur’an ist… streng, groß, furchtbar, stellenweise wahrhaft erhaben.“

Dr. Katharina Mommsen, eine Goethe-Expertin sagt: „Wenn man Goethes Ausdrucksweise kennt, so weiß man, dass die Worte „wahrhaft erhaben“ zu den höchsten Prädikaten gehören, mit denen er ein sprachliches Denkmal auszeichnen konnte.“

Der zweite Grund

Der Prophet Muhammed (saw) konnte weder lesen noch schreiben.

Wie kann ein Mensch, der nicht lesen und schreiben kann, ein so schönes und einzigartiges Buch verfassen?

Muhammed (Friede und Segen Gottes auf ihm) lebte vierzig Jahre bei seinem Stamm, den Quraisch, und man kannte und schätzte ihn als einen überaus ehrlichen und stillen Menschen. Aber keiner aus seinem Stamm hörte so künstlerisch elegante Worte aus dem Munde Muhammeds (saw) bis zu seinem Prophetentum.

Die Quraisch waren verblüfft, als Muhammed (saw) die Offenbarungen Gottes drei Jahre nach der ersten Offenbarung verkündete.

Denn Gott hatte nach drei Jahren der Geheimhaltung der göttlichen Lehre befohlen:

Gib bekannt, was dir befohlen wird, und wende dich ab von den Heiden, die dem Einen Gott andere Götter beigesellen.“

(Quran, Sure 15, Vers 94).

Die Quraisch wussten nicht, wie sie reagieren sollten. Schließlich nannten sie ihn „Dichter“ und „Irrer“.

Aber die Gefährten kannten den Propheten viel besser. Sie erzählen, dass der Prophet kein einziges Gedicht vollständig auswendig kannte. Wenn er einen Teil eines Gedichtes zitieren wollte, tat er das, ohne auf das Versmaß und die Betonung zu achten.

Er las sie schlicht und unpoetisch (Mevdudi, Tefhimul Kur’an, Band IV, s. 82, Istanbul 1991).

Der Qur’an unterscheidet sich von dem Wort des Propheten wie Tag und Nacht.

Würde man allein einem Laien irgendeinen Hadith, den Ausspruch des Propheten, und irgendeinen Qur’anvers vorlegen, er würde den Unterschied sofort merken.

Der Grund hierfür ist: Immer wenn der Prophet eine Offenbarung von Gott erhielt, diktierte er diesen Text seinen Schreibern und er sagte ausdrücklich, dass das eine Offenbarung ist.

Der dritte Grund

Der Qur’an verblüfft durch seine Kenntnis über Wissenschaften, die der damaligen Zeit nicht bekannt waren.

Abgesehen davon, dass der Prophet Muhammed (saw) weder lesen noch schreiben konnte – was einige böswillige Nichtmuslime als eine listige Strategie des Propheten sehen – müsste er ein unentdeckter, genialer Wissenschaftler gewesen sein, der seiner Zeit tausend Jahre und noch mehr voraus war.

Der Qur’an spricht beispielsweise von der Expansion des Universums (s. KAABA 1/98 S. 18)

Und den Himmel haben wir mit (Unserer) Kraft erbaut; und Wir sind es, die ihn weiten.“ (Quran, sure 51, Vers 46).

Muhammed (saw), ein Mensch, ein Bewohner einer Wüstenstadt im 6./7. Jahrhundert, kann das nicht gewusst haben, er hatte keine technischen Möglichkeiten, kein Teleskop … nichts.

Der Qur’an spricht von zwei Meeren, die ineinander strömen, aber deren Wassermassen sich nicht vermischen.

Er hat den beiden Meeren, die einander begegnen, freien Lauf gelassen. Zwischen ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht ineinander übergreifen.“

(Quran, Sure 55, Vers 19-20).

Erst Jacques Cousteau, der berühmte Meeresforscher, hat dies in unserem Jahrhundert festgestellt. Der Prophet war kein Meeresforscher, er war nie auf einem Schiff, er hatte kein Laboratorium.

Der Qur’an erzählt unmissverständlich von der Entwicklung des Embryos, der Embryogenese, und den drei Hüllen, die das Embryo schützen:

… Er erschafft euch in den Schößen eurer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, in drei Finsternissen. Das ist Allah, euer Herr, Sein ist das Reich.“ (Quran, sure 39, Vers 6).

Diese drei „Finsternisse“ sind von außen nach innen

a) die mütterliche Bauchwand,

b) die Gebärmutter

c) die Eihäute.

Der Prophet war kein Embryologe, kein Mediziner, kein Gynäkologe. Das sind nur drei kleine Beispiele des qur’anischen Wunders. Diese Beispiele zeigen, dass der Segensreiche Qur’an nicht das Werk eines Menschen sein kann. Er ist göttlich, unnachahmlich, durch Gottes unendliche Gnade dem Propheten in den Mund gelegt. Er ist das Wort des Herrn der Welten.

 

Quelle: www.wegzumislam.com


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert