Der Islam ist nicht die Quelle des Terrorismus, sondern seine Lösung (1/2)

Einleitung

Besonders während der letzten zwei Jahrzehnte ist das Konzept „des islamischen Terrors“ häufig behandelt worden. Nach den Terrorangriffen auf Ziele in New York und Washington am 11 September, die den Tod von Tausenden unschuldiger Zivilisten zur Folge hatten, wurde dieses Konzept erneut zum Hauptthema der internationalen Diskussion.
Als Muslime verurteilen wir voll und ganz diese Angriffe und bekunden den Amerikanischern unser Beileid.

In diesem Artikel erklären wir, warum der Islam auf keinen Fall die Quelle dieser Gewalttätigkeit ist und weisen nach, dass Gewalttätigkeit im Islam keinen Platz hat.


Wir verurteilen aufs schärfste die grausamen Terrorakte, die auf unschuldige Menschen in den Vereinigten Staaten abzielten.

 

Am Anfang sollte betont werden, dass die Identität der Täter der Terrorakte, welche die Vereinigten Staaten zum Ziel hatten, noch nicht festgestellt wurde. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass dieser schreckliche Angriff das Werk ganz unterschiedlicher Gruppierungen sein kann. Es könnte eine kommunistische Organisation sein, die Wut und Hass gegen amerikanische Werte hegt, oder eine faschistische Organisation, die sich der Bundesregierung oder einer geheimen Partei in einem anderen Staat widersetzt. Obwohl die Flugzeugentführer muslimische Identitäten haben, werden die Fragen danach, von wem und zu welchem Zweck diese Menschen eingesetzt wurden, vermutlich ein Geheimnis bleiben.
Tatsache ist jedoch, dass selbst dann, wenn die Terroristen muslimischer Religionszugehörigkeit waren, der Terror, den sie verübt haben, nicht als „islamischer Terror“ bezeichnet werden kann, ebenso wenig wie man von „jüdischem Terror“ oder „christlichem Terror“ sprechen würde, wenn die Täter Juden oder Christen wären.
Denn – wie wir in den folgenden Seiten nachweisen werden es ist unannehmbar, unschuldige Menschen im Namen der Religion zu ermorden. Wir müssen hierbei immer berücksichtigen, dass unter denen, die in Washington oder New York getötet wurden, Menschen waren, die Jesus (Christen), den Propheten Moses (Juden) liebten und die Muslime sind. Gemäß dem Islam ist es eine große Sünde, unschuldige Menschen zu ermorden, die Qualen in der Hölle bringt, es sei denn Allah verzeiht ihnen.
Folglich kann eine frommer Mensch, die Furcht vor Allah hat, eine solche Tat nie begehen.
Tatsächlich könnten die Attentäter diese Gewalttaten begangen haben, um die Religion anzugreifen. Es ist durchaus möglich, dass sie diese Gewalttaten verübten, um die Religion in den Augen der Menschen als ein Übel darzustellen, Menschen von der Religion völlig zu entfremden und Hass und Übergriffe gegen fromme Menschen zu bewirken. Infolgedessen ist jeder Angriff, der amerikanischen Bürgern oder anderen unschuldigen Menschen gegenüber hinter einer „frommen“ Fassade auf auftritt, in Wirklichkeit ein Angriff gegen die Religion.

Alle drei theistischen Religionen gebieten Liebe, Gnade und Frieden. Der Terror ist das Gegenteil der Religion; er ist grausam, gnadenlos, fordert Blutvergießen und erzeugt Elend. Während folglich für einen Terrorakt ein Täter gesucht wird, sollte man die Quelle nicht in der Frömmigkeit sondern der Religionslosigkeit suchen. Menschen mit einer faschistischen, kommunistischen, rassistischen oder materialistischen Lebensauffassung sollten als mögliche Täter vermutet werden. Der Name oder die Religionszugehörigkeit des Terroristen ist bedeutungslos. Wer unschuldige Menschen ermordet, ohne mit der Wimper zu zucken, ist ein Ungläubiger, kein Gläubiger. Er ist ein Mörder, der Allah nicht fürchtet und dessen Hauptehrgeiz darin besteht, Blut zu vergießen und Schaden anzurichten.
Aus diesem Grund ist „islamischer Terror“ ein völlig fehlerhaftes Konzept, das der Botschaft des Islams widerspricht. Denn die Religion des Islam duldet keinen Terror. Im Gegenteil sind Muslime dazu aufgerufen, Terrorakte zu verhindern und der Welt Frieden und Gerechtigkeit zu bringen.

Die Werte des Quran fordern Güte, Gerechtigkeit und Frieden
Die allgemeine Bedeutung des Terrors ist Gewalttätigkeit, die für politische Zwecke gegen nicht-militärische Ziele verübt wird. Anders ausgedrückt sind die Ziele des Terrors völlig unschuldige Zivilisten, deren einziges Verbrechen darin besteht, in den Augen der Terroristen „die andere Seite“ zu sein.
Es ist eine Tat, die jeder moralischen Rechtfertigung entbehrt. Terror, wie ihn Hitler oder Stalin mit ihren Massenmorden begangen haben, ist ein Verbrechen, das gegen die „Menschheit“ verübt wird.
Der Quran ist ein Buch, das den Menschen gegeben wurde, um als Führer zum richtigen Weg zu dienen, und in diesem Buch befehlt Allah den Menschen, ein beispielhaftes moralisches Leben zu führen. Diese gebotene Tugendhaftigkeit basiert auf Konzepten wie Liebe, Mitleid, Toleranz und Gnade. Allah ruft alle Menschen auf, die islamische Moral anzunehmen, durch die Mitleid, Gnade, Frieden und Toleranz auf der ganzen Erde Verbreitung finden können:
O ihr, die ihr glaubt! Gebt euch Allah ganz und gar hin und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe, er ist offenkundig euer Feind. (Sure al-Baqara: 208)
Die Werte des Quran gebieten jedem Muslim, alle Menschen, seinen es Muslime oder nicht-Muslime, freundlich und gerecht zu behandeln, die Schwachen und Unschuldigen zu schützen und die „Verbreitung des Unheils“ zu verhindern. Das Unheil umfasst alle Formen der Anarchie und des Terrors, die Sicherheit, Ruhe und Frieden in der Welt bedrohen. Wie Allah in einem Vers sagt, „Allah liebt nicht die, welche Unheil stiften“. (Sure al-Qasas: 77)
Eine Person grundlos zu ermorden ist eines der offensichtlichsten Beispiele des Unheils. Allah wiederholt im Quran ein Gebot, das er bereits zuvor den Juden im alten Testament auferlegt hatte:
Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels angeordnet, dass wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. Und zu ihnen kamen Unsere Gesandten mit deutlichen Beweisen; aber selbst dann waren viele von ihnen (weiterhin) ausschweifend auf Erden. (Sure al-Ma’ida: 32)
Wie der Vers erklärt, begeht eine Person, die auch nur einen einzigen Mensch tötet, „ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat“, ein Verbrechen, als ob er die ganze Menschheit ermordet hätte.
Infolgedessen ist es ganz offensichtlich, welch große Sünden Morde, Massaker und Angriffe sind, die populär unter dem Namen „Selbstmordattentat“ bekannt und von Terroristen verübt worden sind. Allah offenbart uns im folgenden Vers, wie dieses grausame Gesicht des Terrorismus im Jenseits bestraft wird:
Vorwurf trifft nur die, welche die Menschen unterdrücken und auf Erden ohne jede Rechtfertigung Gewalttaten verüben. Ihnen steht schmerzliche Strafe bevor. (Sure asch-Schura: 42)
All dies zeigt eindeutig, dass organisierte Terrorakte gegen unschuldige Menschen dem Islam vollkommen fremd sind und kein wahrer Muslim solche Verbrechen verüben würde. Im Gegenteil sind Muslime dazu aufgerufen, diese Menschen zu stoppen, „das Unheil von der Erde“ zu beseitigen und allen Menschen überall auf der Welt Frieden und Sicherheit zu bringen. Ein Muslim zu sein kann nicht mit Terror versöhnt werden. Ganz im Gegenteil, der Islam ist die Lösung und dient der Verhinderung des Terrors.
Wie ist es dann zu erklären, dass der populäre Begriff „islamischer Terror“ auftauchte?



Ein Kreuzfahrerhelm.


 

Unsere bisherige Darstellung zeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem sog. „islamischen“ Terror in die Irre führt. Eine genauere Untersuchung der Eigenschaften der Täter zeigt dagegen klar und deutlich, dass dieser Terror nicht ein religiöses, sondern ein soziales Phänomen ist.

Kreuzfahrer: Barbaren, die ihre eigene Religion mit Füssen getreten haben
Die wahre Botschaft einer Religion oder eines anderen Glaubenssystems kann bisweilen von ihren sogenannten Anhängern verdreht werden. Die Kreuzfahrer, eine dunkle Episode der christlichen Geschichte, stellten ein gutes Beispiel dafür dar.
Kreuzfahrer waren europäische Christen, die am Ende des 11. Jahrhunderts Expeditionen unternahmen, um das heilige Land (das Gebiet von Palästina) von den Muslimen zurückzuerobern. Sie machten sich mit einem sogenannten „frommen Ziel“ auf den Weg, dennoch verübten sie überall Grausamkeiten und verbreiteten Angst und Schrecken. Sie verübten Massaker an Zivilisten und plünderten viele Dörfer und Städte.

Obwohl das Christentum eine Religion der Liebe und des Pazifismus ist, schlachteten die Kreuzfahrer unschuldige Menschen im Namen des Christus hin. Sie missverstanden ihre Religion.

 

 

Ihre Eroberung von Jerusalem, wo Muslime, Juden und Christen unter islamischer Herrschaft in Frieden lebten, wurde zur Szene eines unermesslichen Blutvergießens. Sie ermordeten alle Muslime und Juden. Der Barbarismus der Kreuzfahrer war so übertrieben, dass sie während des 4. Kreuzzuges Istanbul, das damalige Konstantinopel, eine christliche Stadt, plünderten und die goldenen Kultobjekte aus den Kirchen stahlen.
Kein Zweifel, dieser Barbarismus widersprach völlig der christlichen politischen Lehre. Denn das Christentum ist nach den Worten der Bibel ein „Evangelium der Liebe“. Im Mathäus-Evangelium heißt es, dass Jesus zu seinen Anhängern sagte: „Liebet eure Feinde und bete für die, die Euch belästigen“ (Mathäus, 5/44). Im Lukas-Evangelium heißt es, dass Jesus sagte: „wenn jemand euch eine Ohrfeige gibt, reicht ihm die andere Wange“ (Lukas, 6/29). Zweifellos gibt es im neuen Testament gibt keinen Hinweis auf die Legitimität von Gewalttätigkeit, unschuldige Menschen zu ermorden ist unvorstellbar. Sie können das Konzept des „Massakers an Unschuldigen“ auch in der Bibel finden; jedoch nur im grausamen Versuch des jüdischen Königs Herod, Jesus zu töten, als er noch ein Baby war.
Wenn doch das Christentum eine Religion ist, die auf Liebe basiert und für Gewalttätigkeit keinen Platz hat, wie kamen die christlichen Kreuzfahrer dann dazu, die grausamsten Gewalttaten in der Geschichte zu verüben? Der Hauptgrund dafür ist, dass die Kreuzfahrer hauptsächlich aus unwissenden Menschen bestanden, die besser als „Pöbel“ definiert werden könnten. Diese Massen, die fast nichts über ihre Religion wussten, die die Bibel in ihrer Lebenszeit nicht einmal gelesen oder selbst gesehen hatten und die folglich nicht von den moralischen Werten der Bibel wussten, gaben sich dem Barbarentum auf Grund von Slogans der „Kreuzfahrer“ wie „Gott will dies so“ hin.
Es ist erwähnenswert, dass in diese Periode, die östlichen Christen – die Bevölkerung von Byzanz zum Beispiel, die den westlichen Christen kulturell überlegen waren – menschliche Werte unterstützten. Sowohl vor wie nach den Eroberungen der Kreuzfahrer gelang es orthodoxen Christen, zusammen mit Muslimen zu leben. Laut Terry Johns, einem BBC-Kommentator, begann „zivilisiertes Leben mit dem Rückzug der Kreuzfahrer aus dem Mittleren Osten wieder und die Mitglieder der drei monotheistischen Glaubenssysteme kehrten zur friedlichen Koexistenz zurück“. [1] Das Beispiel der Kreuzfahrer weist auf ein allgemeines Phänomen hin: Je mehr die Anhänger einer Ideologie unzivilisiert, intellektuell unterentwickelt und „unwissend“ sind, desto mehr nehmen sie Zuflucht zur Gewalttätigkeit. Dieses gilt auch für Ideologien, die mit der Religion nichts zu tun haben. Alle kommunistischen Bewegungen der Welt sind für Gewalttätigkeit anfällig. Dennoch waren die grausamsten und blutdürstigsten aller Kommunisten die Roten Khmer von Kambodscha, weil sie die Unwissendsten waren.
Ebenso wie unwissende Menschen durch Ideologien, die zur Gewalt aufrufen, so weit gebracht werden können, Wahnsinnstaten zu begehen, kann auch ein gewaltfreies Gedankensystem (oder ein Glaubenssystem, eine Religion) von gewalttägigen Ansichten betroffen werden. Auch der Islam hat derartige Fälle erlebt.

Der Islam ist nicht die Quelle des Terrorismus, sondern seine Lösung ( 2 / 2 )

Quelle: Www.islamverfluchtterror.com


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