Was sagt der Islam über Homosexualität?

Es gibt keinen Zweifel, daß Homosexualität im Islam als „sündhaft“ betrachtet wird. Homosexualität ist, was den Islam betrifft, ein schwerer Fehler (so wie alle Sünden, wenn sie nicht beabsichtigen, Schlechtes zu tun). Menschen sind nicht von Natur aus homosexuell. Sie werden homosexuell aufgrund ihrer Umwelt. Vor allem während der Pubertät hat die Umwelt einen großen Einfluß. Vorschläge, Ideen und seltsame Träume sind Symptome von verwirrten Versuchen, neue und eindeutige sexuelle Sehnsüchte zu verstehen, und werden allzu schnell als Zeichen interpretiert, daß jemand eine bestimmte sexuelle Neigung hat. Wenn diese Interpretationen dann auch von tatsächlichen homosexuellen Handlungen begleitet werden, werden sie dadurch zudem verstärkt.

Der Mensch kann seine Triebe seinem Willen unterwerfen. Sexualität ist eine Wahl der Identität, gestützt auf die Wahl von Handlungen, die sich wiederum auf die Wahl dessen stützt, worüber ich sexuelle Phantasien habe. Gerade der Mensch ist fähig, seine Gedanken zu kontrollieren, bestimmte zuzulassen und andere zu verwerfen.

Wenn jedoch der freie Wille nicht erkannt wird, so ist es nicht schwer, in einen Kreislauf zu gelangen, der damit anfängt, daß eine Hypothese über Sie als wahr akzeptiert wird und nicht bloß als eine Wahlmöglichkeit, auch wenn die Entscheidung manchmal schwierig ist. Zum Beispiel könnte „Ich bin faul“ von jemandem als wahr betrachtet werden. Wenn der Mensch, der dies denkt, morgens im Bett liegt, so betrachtet er seine Tatenlosigkeit als Beweis seiner Behauptung „Ich bin faul“. Je mehr er sich dem Müßiggang hingibt, desto mehr sammeln sich die Beweise dafür, und die Vorstellung fixiert sich in seiner Identität. Sie mag sich sogar physisch manifestieren und seine Physiologie und Psychologie verändern. Dieser Prozeß kann jeder Vorstellung folgen, gut oder schlecht, die wir über das Selbst haben und die größtenteils auf „Beweismaterial“, das auf unseren Handlungen beruht, zurückgeht. Die Vorstellung kann „Ich bin schwul“ oder „Ich bin zufrieden“ oder „Ich esse gerne viel“ sein. Die Wahrheit aber ist: Sie sind, was Sie sein wollen; Sie tun, was Sie zu tun wählen; Sie denken, was Sie denken wollen. Es mag eine lange Verzögerung eintreten zwischen der auslösenden Wahl und der Wirkung, aber jeder kann sich ändern. Es gibt Ex-Drogensüchtige, Ex-Spielsüchtige und Ex-Homosexuelle, die ihre Wahl revidiert haben. Bei all diesen Sünden ist Vorbeugen tausendmal besser als Heilen – und viel leichter.

Manche glauben, daß Homosexualität genetisch vererbt wird und daß diejenigen, die so veranlagt sind, ein Opfer der Gene sind und keineswegs Sünder. Mag sein, aber es gibt auch andere Dinge, die womöglich auf eine genetische Veranlagung zurückgehen, wie z. B. Spielsucht und Alkoholismus. Man kann auch argumentieren (und es wurde auch getan), daß es genetisch vorprogrammiert ist, daß der Mann seiner Partnerin untreu ist. Dennoch bedeutet das nicht, daß es richtig ist, diese Dinge zu tun, oder daß sie nicht als sündhaft bezeichnet werden. Im Islam ist das Trinken von Alkohol sündhaft, auch wenn Sie eine Neigung zum Alkoholiker haben. Der Trick ist, wie jeder ehemalige Alkoholiker Ihnen bestätigen wird, auch nicht nur einen einzigen Tropfen zu trinken, sobald Sie mit dem Trinken aufgehört haben – ein langer steiler Weg, von dem man leicht abrutscht, aber das Leben ist besser danach. Sobald einmal ein gewisses Verlangen stark mit Ihrer Identität verknüpft ist und Sie in gewisser Weise süchtig sind, wird es immer sehr leicht dazu kommen, daß Sie dem Verlangen wieder nachgeben – Sie können die Befriedigung nicht vergessen. Die schwierige Aufgabe besteht darin, die negative Seite des Verlangens zu sehen wie den Kater, das verspielte Geld, den Selbsthaß oder einfach das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Aber wenn Sie sich zum Besseren verändern wollen, müssen Sie sich dies vor Augen halten, damit die Begehren der Vergangenheit, die mit Ihrer Identität verbunden sind, sich von dem, was Sie werden wollen, loslösen können.

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