Jesus im Islam (3/3)

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Genau dies ist auch die Botschaft, die Jesus (Friede sei auf ihm) verkündete. Er war ein Diener des allmächtigen Gottes und predigte den reinen Monotheismus.

Und er ging ein Stück weiter, warf sich zu Boden und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ (Matthäus 26, 39)

Wahrlich, die Religion bei Allah ist der Islam. Und diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneins, als das Wissen zu ihnen gekommen war aus Missgunst untereinander. Und wer die Zeichen Allahs verleugnet siehe, Allah ist schnell im Rechnen.
(Qur’an Sure, 3:19)

Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte:
Keiner hört von mir, sei er Jude oder Christ, und glaubt nicht an das, womit ich gesandt worden bin, außer das er zu den Gefährten der Hölle gehört.

Aus diesem Hadith geht deutlich hervor, dass die Voraussetzung für den Irrweg in die Hölle ist, dass der Gläubige vom Islam gehört hat, diesen aber als Religion ablehnt.

Derjenige, der aber nicht von der Botschaft Muhammads (Friede seien auf ihm) gehört hat, wird am Jüngsten Tag noch einmal geprüft und bekommt somit eine zweite Chance. Dieses System ist für jeden gerecht; es gibt niemanden, der nicht die Möglichkeit hat ins Paradies zu kommen und niemand wird ungerechtfertigt in die Hölle geschickt.

Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken. Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist (Jesaja 53, 4): Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.
(Matthäus 8, 16-17)

Matthäus benutzt den Vers von Jesaja als Prophezeiung dafür, dass Jesus (Friede sei auf ihm) Krankheiten heilen würde – jedoch nicht als Prophezeiung für den Opfertod. Nach der Aussage von Matthäus hat Jesus (Friede sei auf ihm) also lediglich im übertragenen Sinne die Leiden und Krankheiten der Menschen auf sich genommen; vielmehr hat er geheilt.

Folgende Bibelverse entsprechen exakt der islamischen Glaubenslehre hinsichtlich des hier behandelten Themas:

„Nur, wer sündigt soll sterben. Ein Sohn soll nicht die Schuld seines Vaters tragen und ein Vater nicht die Schuld seines Sohnes. Die Gerechtigkeit kommt nur dem Gerechten zugute und die Schuld lastet nur auf dem Schuldigen.

Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben. Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben. Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen – Spruch Gottes, des Herrn – und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt?

Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Gräueltaten begeht, die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keine seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muss er sterben.“
(Ezechiel 18, 20-24)

Jesus (Friede sei auf ihm) hat nicht gesündigt, warum also musste er sterben?

Der Apostel Paulus behauptet, dass nur Gott allein gerecht ist, und dass der Begriff der Gerechtigkeit auf keinen Menschen angewendet werden könne. Das ist ein klarer Widerspruch zum oben zitierten Vers, in dem sehr wohl von gerechten Menschen gesprochen wird.

Der Opfertodtheorie steht außerdem die Tatsache entgegen, dass Mose (Friede sei auf ihm) ebenfalls die Sünden anderer auf sich nehmen wollte, ihm dies jedoch verboten wurde:

„Doch jetzt nimm ihre Sünde von ihnen! Wenn nicht, dann streich mich aus dem Buch, das du angelegt hast. Der Herr antwortete Mose: Nur den, der gegen mich gesündigt hat, streiche ich aus meinem Buch. Aber jetzt geh, führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tag aber, an dem ich Rechenschaft verlange, werde ich über ihre Sünde mit ihnen abrechnen.“
(Exodus 32, 32-34)

Auch im nachstehenden Vers findet der Opfertod keine Erwähnung, sondern lediglich die Taten der Menschen sind ausschlaggebend für ihre Erlösung:

„Und der [wahre] Gott bekam ihre Werke zu sehen, dass sie von ihrem schlechten Weg umgekehrt waren; und so empfand der [wahre] Gott Bedauern über das Unglück, das ihnen antun zu lassen er geredet hatte; und er ließ [es] nicht tun.“
(Jona 3, 10)

„Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“
(Markus Evangelium 10, 45)

An wen wird das Lösegeld gegeben? Und wer ist der Geiselnehmer?

In einer anderen Konstellation wäre der Begriff Lösegeld verkehrt.

Es gibt einige christliche Gelehrte, die diesen Vers so interpretiert haben, dass der „Geiselnehmer“ der Teufel sei.

Das Judentum lehnt sowohl die Behauptung der notwendigen Erlösung wie auch die Mittlerschaft entschieden ab.

Das Neue Testament besteht aus 27 Büchern, 14 davon sind vom Apostel Paulus geschrieben worden bzw. von Personen, die eng mit ihm in Kontakt und somit unter seinem Einfluss standen. Außerdem wurden die Bücher des Neuen Testaments zum Teil im Jahre 364 n. Chr. kanonisiert. Im Zuge der Kanonisierung wurde festgelegt, was von diesem Zeitpunkt an Bestandteil der Offenbarung, also Bestandteil von „Gottes Wort“, sein sollte und was nicht.

Quelle: islam-web.info


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