Der spirituelle Nutzen von Ramadan für kleine Kinder

Die Kinder von Kulsum Tasnif sind noch etwas jung zum Fasten im Ramadan, aber das heißt nicht, dass dieser Monat spurlos an ihnen vorbei geht.

Bei den Mason in Ohio wird die Gelegenheit genutzt – mit dem Ziel Bedürftigen zu helfen – um die drei Kinder zwischen vier und acht Jahren zur Entwicklung von Nächstenliebe zu ermuntern.

Sie und ihre Freundinnen machen gemeinsam mit den Kindern eine Anzahl von Ausflügen unter diesem Thema – Besuch einer Tafel um ihr Bewusstsein für Hunger und Spende zu entwickeln, dann ein Tierheim als Beispiel für die Achtung jedes Lebewesens. Später stehen noch der Besuch eines Ronald McDonald Hauses und eines Kinderkrankenhauses auf dem Programm.

„Ramadan ist der Auslöser für einen Lernprozess,“ sagt Tasnif. Auch wenn sie nicht fasten, können sie zumindest eine Lehre ziehen, wie sie etwas zur Verbesserung ihrer Gesellschaft beitragen können.“

Viele Eltern in der Umgebung ziehen ihre Kinder in Ramadan Aktivitäten ein, lange bevor die Kleinen alt genug für die Hauptsache in diesem Monat sind: das Verzichten auf Essen und Trinken von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.

Muslime nutzen das Fasten als Mittel zur Selbstwahrnehmung und Steigerung der Spiritualität, welche im Kindesalter eingepflanzt wird. Damit können die zusätzlichen Aspekte von Ramadan gepflegt werden, zur Förderung eines stärkeren Bewusstseins für die Familie und Geselleschaft, zur Verbesserung des eigenen Charakters und als Grundeinstellung für die Hilfsbereitschaft, in der Hoffnung, dass sie zu lebenslanger Gewohnheit werden.

Priscilla Martinez ermahnt ihre Kinder besonders freundlich und geduldig miteinander umzugehen und nette Gesten zu machen. Sobald die Zeit für das Fastenbrechen naht, widmen sich ihre sechs Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren ihren Aufgaben und beschäftigen sich abwechselnd mit Wasser verteilen oder Datteln reichen – traditionelle Vorbereitung für das Fastenbrechen – und was vielleicht das Highlight ist, das Einschalten der Lichterdekorationen in ihrem Heim in Washington D.C.

„Jeder kann einen Beitrag leisten. Das gehört zum Familienleben,“ sagt Martinez. „Wenn man den Sinn für Traditionen und Bräuche im Kindesalter weckt, dann wird dies zur Gewohnheit. Sie fühlen sich dazugehörend.“

In Laramie, Wyoming, verbreitet Ginger Davis die spezielle Stimmung in ihrer noch jungen Familie mit Basteln. Sie ist nicht als Muslim aufgewachsen und darum entwickelt sie eine Tradition, die zu ihr passt.

Letztes Jahr hat sie mit ihren vier Kindern zwischen vier und zehn Jahren Schachteln für Kekse aus Pappmaschee gemacht und mit einem Neumond und Stern verziert, um diese ihren Nachbarn zusammen mit einer Beschreibung von Ramadan und dem Brauch, Essen mit Freunden zu teilen, zu schenken. Sie haben auch schon Gebetsketten aus Holzkugeln und Zwirn hergestellt.

Das erste Ramadan Kunstwerk war ein großer Kalender mit einer Süßigkeit hinter jedem Datum. Dann verzierten sie Bleistifte mit „Happy Ramadan“, Glückwunschkarten , Flummis mit dem Neumond und Stern und selbstverständlich auch Naschereien.

Davis mõchte die Kinder mit einer Belohnung zum Fastenbrechen überraschen und einen besonderen Anlass für die ganze Familie gestalten.

„Sie können den religiösen Sinn dieses Ereignisses wohl kaum verstehen,“ glaubt Davis, beispielsweise die speziellen Gebete während der Nacht und Anlässe in der Moschee. „Kinder brauchen etwas entsprechend ihrem Alter.“

„Ich hoffe, ihnen etwas zu bieten, an das sie sich immer gerne erinnern werden, so wie ich mich an die schlaflosen Nächte an Weihnachten erinnern kann, wegen all den damit verbundenen Aktivitäten.“

von Rasha Madkour

Muslimvillage.com

Übersetzt durch

Der wahre Islam


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